Jahreshauptversammlung am 17.01.2026 – Jugend ist unsere Zukunft –

Ense-Niederense, den 17. Januar 2026

Jahreshauptversammlung des Musikverein Niederense e.V. am 17.01.2026 – Unsere Jugend ist unsere Zukunft –

In der Hubertushallt kamen am Samstagabend 96 Mitglieder des Musikvereins Niederense e.V. zur Jahreshauptversammlung zusammen. Unter der sachkundigen Moderation vom 1. Vorsitzenden Philip Wellie war die Versammlung geprägt von Zuversicht, Zusammenhalt und einem klaren Blick auf die Zukunft.

In einem gut aufgestellten Musikverein Niederense e.V. wurde bei den anstehenden Wahlen der 1. Vorsitzende Philip Wellie einstimmig im Amt bestätigt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde der 1. Kassierer Christoph Quenkert, dessen ordentliche Kassenlage betont wurde. Die Mitgliederversammlung hielt damit an einer stabilen Finanzführung fest, die die Vereinsarbeit nachhaltig unterstützt. Ebenfalls wurden der 1. Notenwart Jan Driller wiedergewählt und Frank Preuss als Beisitzer und Maja Plewnia als 2. Notenwarten in den Vorstand aufgenommen.

Ein zentrales Thema des Abends waren Ehrungen langjähriger Mitglieder: Für 25 Jahre treue Mitgliedschaft wurden entsprechende Ehrenzeichen überreicht. Ebenso wurden Mitglieder für 50-jährige Zugehörigkeit geehrt, eine Auszeichnung, die das langjährige Engagement würdigt.

Im Bereich der aktiven Musiker standen ebenfalls Ehrungen im Mittelpunkt. Geehrt wurden Musiker für 20 Jahre aktives Musizieren. Darüber hinaus wurden Jubiläen für 30 und 40 Jahre aktives Musizieren gewürdigt. Die Ehrungen wurden begleitet von persönlichen Ansprachen und symbolischen Auszeichnungen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Jugendarbeit. Die Verantwortlichen betonten, dass die Nachwuchsarbeit im Vordergrund stehe, um die musikalische Zukunft des Vereins zu sichern. Konkrete Pläne für Jugendarbeit, Ausbildungsprojekte und Auftrittsmöglichkeiten wurden vorgestellt und mit großer Zustimmung aufgenommen.

Erstmalig gibt es in der Vereinsgeschichte der Gemeinde Ense ein gemeinsames Jugendprojektorchester. Aus allen drei Vereinen, aus den Ortsteilen Höingen, Bremen und Niederense, haben sich Kinder und Jugendliche zu einem Orchester zusammengefunden und werden am 14. März 2026 in der Hubertushalle in Niederense ihr erstes Konzert spielen.

Abgerundet wurde der Abend durch Ausblicke auf kommende Veranstaltungen, die in 2026 hier in der Region stattfinden werden und der Musikverein Niederense dort den musikalischen Part übernehmen wird. Die Anwesenden zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf des Abends und verabschiedeten die Anwesenden mit vor allem ganz viel Gesundheit in das laufende Jahr.

Bild 1                                                               Bild 2

Bild 3

Geehrte Musikerinnen und Mitglieder umrahmt von der zweiten Vorsitzenden Ines Bittis (links in Bild 1 und 2) und in Bild 3:

Bild 1 v. l. n. r. für 25 Jahre geehrt wurde Sophie Dülberg, Anna-Lena Köhler und Wolfgang Sander

Bild 2 – v. l. n. r. für 50 Jahre geehrt wurde Egbert Radine und Willi Feldmann

Bild 3 – v. l. n. r. aktive Musikerinnen und Musiker für 30 Jahre geehrt:Philip Wellie, für 40 Jahre Meinhard Seringhaus, für 20 Jahre Celine Krengel und für 30 Jahre Theresa Merlo Noguera und Julia Saitner.

Die Jahreshauptversammlung wurde durch den Musikverein Niederense e.V. musikalisch untermalt.

„39. Vorweihnachtliches Konzert“ des Musikverein Niederense e.V.

Nikolaustag, den 06.12.2025

„Richtig viel Spaß“: Jugendkapelle des Musikvereins Niederense erstmals alleine auf der Bühne

Aufgeregt waren die Musikerinnen und Musiker beim 39. vorweihnachtlichen Konzert. Was sie boten und was die Organisatoren sagten.

Die Hubertushalle war am Samstagabend ausverkauft, als der Musikverein Niederense zum 39. vorweihnachtlichen Konzert einlud. Besonders in diesem Jahr: Die Jugendkapelle stand erstmals als Teil des Programms ganz alleine auf der Bühne. Geprobt hatten die 14 Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen neun und 16 Jahren bereits seit den Sommerferien. Die Gruppe habe, so die Leiterin der Jugendkapelle, Michelle Krengel, „richtig viel Spaß“ am Spiel. Zwar seien die Kinder und Jugendlichen nervös, aber das gehöre dazu.

Zusammen mit Krengel hatten sie Stücke in einer Gesamtlänge von 15 Minuten eingeübt. Dabei fiel auf: alle Lieder waren, wie etwa die Titelmelodie des Videospiels „Pokémon“, insbesondere einem jüngeren Publikum bekannt. Das, stellte Krengel klar, sei kein Zufall. Man suche explizit Stücke aus, die die Kinder kennen. Das mache nicht nur mehr Spaß in der Gruppe, sondern man könne zusätzlich auf bereits vorhandenes Wissen aufbauen, so Krengel weiter.

Spontan ein drittes Stück gespielt

Der Spaß war bei allen Beteiligten dabei scheinbar so groß, dass am Donnerstag vor dem Konzert entschieden wurde, anstatt der ursprünglich geplanten zwei Stücke, noch ein zusätzliches alleine zu spielen. Krengel: „Wir haben gesagt: Das klingt einfach so gut, da brauchen wir die Erwachsenen gar nicht.“ Wesentlicher Baustein zum Erfolg sei, führte die Leiterin weiter aus, die richtige Gestaltung der Proben. So lege man etwa regelmäßige Pausen ein. Zudem sei die Atmosphäre dabei so entspannt, dass auch über Fehler gelacht werden dürfe.

Genau das sei auch die Hoffnung der Dirigentin: die Kinder sollen auf der Bühne Spaß haben. Es komme gerade nicht darauf an, dass alles perfekt sei: wer keinen Spaß habe, der könne die Botschaft hinter der Musik nicht transportieren. Dass diese Methode Früchte trägt, konnten Elias und Moritz, beide 12 Jahre alt, bestätigen. Die Gemeinschaft der Musiker untereinander sei sehr gut, sagten die beiden. Gerade die Leiter seien nicht so streng; man habe ein gutes Verhältnis zueinander. Nichtsdestotrotz sei man vor dem Auftritt „sehr aufgeregt“.

Verein steht voll hinter der Jugendkapelle

Dabei sind laut Krengel nicht nur die Jugendlichen und Kinder nervös. Auch die anderen Mitglieder stünden während des Auftritts fast genauso gespannt neben der Bühne und fiebern mit dem Nachwuchs mit. Das zeige, so Krengel abschließend, dass der Verein voll hinter der Jugendkapelle stehe. Diesen Eindruck konnte der Geschäftsführer des Vereins, Olaf Raffenberg, bestätigen: „Die Jugend ist Zukunft.“ Man sei deshalb immer bestrebt, Nachwuchs zu fördern. Gerade deswegen sei der Verein nun „sehr stolz“, dass die Jugend alleine spiele.

Doch nicht nur der Nachwuchs lieferte ab: auch die „normale“ Kapelle spielte ein buntes Potpourri; neben einer Swing-Version des Marsches „Alte Kameraden“, durfte ein Medley der schwedischen Band „Abba“ ebenso wenig fehlen wie verschiedene Märsche. Zum Ende wurde dann die Stimmung richtig weihnachtlich, als die voll besetzte Schützenhalle zusammen mit den Musikern Weihnachtslieder anstimmte.

Seit 70 Jahren im Takt: Musiker und Schützen feiern die Freundschaft

SCHÜTZENFEST in Berwicke-Stocklarn-Hacheney vom 30.05.-01.06.2025

Was mit Musik begann, wurde zu einer festen Freundschaft: Der Musikverein Niederense und die Dreidörfer feiern ein rundes Jubiläum.

Berwicke/Niederense – Mit Musik geht alles besser, sagen die einen. Das klingt wie Musik in meinen Ohren, finden die anderen. Und Friedrich Nietzsche war sogar der Meinung, dass das Leben ohne Musik ein Irrtum sei.

Die Intention hinter all dem ist klar: Eine Welt ohne Musik wäre zwar deutlich leiser, aber auch wesentlich ärmer. Stefan Schiller, Kommandeur des Schützenvereins Berwicke-Stocklarn-Hacheney, formulierte es anlässlich der 70-jährigen Spielverpflichtung des Musikvereins Niederense so: „Ein Schützenfest ohne Musik wäre machbar, aber sinnlos.“ Wenn, wie in unserem Fall durch die Musik sogar enge Freundschaften entstehen, dann ist das für beiden Seiten eine echte Bereicherung.

70 Jahre währt die Freundschaft des Musikvereins mit den Schützen in diesem Jahr. Denn genauso lange schon machen sich jedes Jahr Spielleute aus Niederense auf den Weg, das Schützenfest der Dreidörfergemeinschaft mit ihrer Musik zu beschallen. „Und das war vor 70 Jahren eine echte Herausforderung, die Musiker und ihre Instrumente hierher zu transportieren“, so Schiller weiter.

„Wir hätten früher bei der Show Wetten dass jede Wette gewonnen, die mit der Schätzung, wie viele Musiker in einem Gästezimmer mit Doppelbett übernachten können, zu tun gehabt hätte.“

Stefan Schiller Kommandeur des Schützenvereins Berwicke-Stocklarn-Hacheney

Kein Wunder also, dass die meisten gleich mit Sack und Pack anreisten und bei den Schützenfamilien Unterschlupf fanden. „Wir hätten früher bei der Show ‚Wetten, dass..?‘ jede Wette gewonnen, die mit der Schätzung, wie viele Musiker in einem Gästezimmer mit Doppelbett übernachten können, zu tun gehabt hätte“, plauderte der Kommandeur aus dem Nähkästchen. Dass viele Musiker auch heute noch bei Freunden in den drei Dörfern Herberge finden, versteht sich von selbst. Auch der Vorsitzende des Musikvereins Philip Wellie ließ die Anhänge der Freundschaft Revue passieren und hatte sogar einen alten Vertrag von 1956 mitgebracht. „Der Musikverein war bei unserem ersten Besuch hier gerade mal sechs Jahre alt und steckte damit selbst noch in den Kinderschuhen“, so Wellie. Seine Rede schloss er mit einem Zitat von August Bebel: „Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.“

Doch es ist nicht nur das Schützenfest, das die Musiker und die Schützen verbindet, auch das jährliche Weihnachtskonzert in der Schützenhalle in Borgeln ist legendär und erfreut sich großer Beliebtheit bei allen Generationen.

Geschenke, Lob und ein Zeichen der Freundschaft

Dass es zu einem runden Geburtstag auch Geschenke gab, versteht sich von selbst. Der Musikverein brachte eine eigens mit Inschrift versehene Holzbank mit, „Das lauschige Plätzchen dafür wird sich finden“, die Schützen überreichten ein Bronze-Bild des Künstlers Egbert Broerken (Haus Nehlen), das in Niederense ebenfalls einen Ehrenplatz bekommen wird.#

 

Michelle Krengel wird für ihr „Junges Engagement im Musikverein Niederense e.V.“ geehrt.

Werl-Niederense, 15.05.2025

Lions-Club Werl zeichnet „Junges Engagement“ aus!

Die Träger des Preises „Junges Engagement“ sind in Bereichen wie Musik, Rotes Kreuz, Feuerwehr und Schützen tätig. Ihre Leidenschaft und ihr Engagement machen sie zu tragenden Säulen ihrer Vereine und Gemeinschaften.

Werl – Im feierlichen Rahmen zeichnete der Lions Club Werl erneut junge Menschen aus Werl, Wickede und Ense für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement aus. Bereits zum 13. Mal wurde der Preis „Junges Engagement“ verliehen. Präsident Meinhard Esser zeigte sich bewegt: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sehr sich die Jugend einbringt.“ Insgesamt rund 60.000 Euro habe der Club über die Jahre gesammelt, um diese Auszeichnung zu ermöglichen. Ein besonderer Dank galt Martin Haselhorst, dem „Motor“ der Veranstaltungsreihe.

Michelle Krengel

Christoph Wimmeler, selbst Musiker der Blaskapelle Büderich, würdigte Michelle Krengel als erste Preisträgerin des Abends. Die 25-Jährige ist seit ihrem siebten Lebensjahr musikalisch aktiv und spielt heute Trompete und Flügelhorn im Musikverein Niederense.

Sie besitzt alle Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Ihr Engagement geht jedoch weit über das reine Musizieren hinaus. Als Vorstandsmitglied übernimmt sie Verantwortung, leitet das Jugendorchester, bildet Kinder und Jugendliche aus und steht auch mal selbst am Dirigentenpult. Ihr Ziel ist es, Dirigentin zu werden. Ihre Leidenschaft für die Musik, ihre Vorbildfunktion und ihre aktive Nachwuchsarbeit machen sie zu einer tragenden Säule ihres Vereins.

Jahreshauptversammlung des Musikverein Niederense e.V. am 18.01.2025

Niederense – Mit über 100 anwesenden Mitgliedern und Freunden des Musikvereins Niederense war die Hubertushalle bei der Jahreshauptversammlung gut gefüllt. Durch die Versammlung führte der erste Vorsitzende Philip Wellie.

Mit Ines Bittis gibt es eine Änderung im geschäftsführenden Vorstand. Sie wurde in der Versammlung zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte vorher Jens Brune inne. Da Ines Bittis bereits bei den Messdienern in Niederense im Vorstand tätig gewesen war, sei ihr die Vorstandsarbeit nicht unbekannt.

Geschäftsführer Olaf Raffenberg, Notenwartin Nadine Busemann sowie Beisitzerin Silke Große wurden für weitere drei Jahre durch die Versammlung wiedergewählt.

Bei den Mitgliederzahlen wird im Vergleich zum Jahre 2023 mit 440 auf einen leichten Rückgang auf 434 in 2024 verwiesen. Ergänzend wurden die Tätigkeitsberichte der Jugend sowie der Senioren vorgetragen, in denen auf die Auftritte und Veranstaltungen im Jahre 2024 eingegangen wurde.

Für ihre langjährigen Verdienste im Musikverein wurden Matthias Köhler an der Tuba, sowie der Dirigent Klaus Holin zu Ehrenmitgliedern ernannt. Beide Musiker nehmen bereits seit dem Jahr 1969 aktiv am Vereinsleben teil. Köhler war 22 Jahre im Vorstand tätig und kümmert sich auch heute noch um die Jugendausbildung. Holin hat 27 Jahre Vorstandstätigkeit geleistet und ist als Dirigent aktiv, heißt es in einer Pressemitteilung des Musikvereins.

Auch die Jugend wurde geehrt. Für den bestandenen E-Lehrgang wurden Emmi Boelsenbroek, Robin Linde, Luise Vogelsang, Linus Schulte, Elias und Moritz Osthoff mit einer Urkunde und einer Anstecknadel bedacht. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir unseren Nachwuchs mit dem ‚schönsten Hobby der Welt‘ begeistern dürfen“, wird Philip Wellie zitiert. Ausgebildet werden die Jungmusiker durch Jugendleiterin Michelle Krengel sowie weitere aktive Musiker, die sich ehrenamtlich um den Nachwuchs kümmern. Weitere Ehrungen gab es zudem für aktive Musiker, die dem Verein seit zehn beziehungsweise 20 Jahren angehören.

Für zehn Jahre wurden Elias Richter, Julius Volmer, Eric Hagen, Maja Plewnia und Lukas Rademacher geehrt. Für 20 Jahre erhielten Jan Driller, Ilona Lappe und Ines Bittis die Urkunde des Volksmusikerbundes Kreisverband Soest.

Anschließend gab Philip Wellie noch einen Ausblick auf die anstehenden Schützenfeste sowie auf das Jubelfest in Berwicke-Stocklaren-Hacheney, bei dem der Musikverein Niederense vom 30. Mai bis 1. Juni bereits zum 70. Mal aufspielen wird.

Ehrungen

25-jährige Mitgliedschaft: Esther Tölle, Theresa Hommel, Heinrich Drewer, Georg Köhler, Julia Kubitza, Katharina Weber sowie Herrmann Hübinger, Joachim Kösling, Thomas Lehnen und Willi Steinmeier. 50 Jahre: Werner Fecke, Alois Glade und Reinhold Tenzler. 60 Jahre: Willi Krengel, Friedel Luig und Franz Nordhoff.

„38. Vorweihnachtliches Konzert“ des Musikverein Niederense e.V. – Music was my first love -.

07. Dezember 2025

Zum inzwischen 38. Mal spielen wir das „Vorweihnachtliche Konzert“ in der Hubertushalle in Niederense.

„Music was my first love“. Unter diesem Motto macht das Musizieren für ein tolles Publikum, dass die Hubertushalle bis auf den letzten Platz füllte, umso mehr Spaß.

Durch das abwechslungsreiche Programm führte Jens Brune und unser Dirigent Jörg Krengel war mit seinem Orchester zum Schluss des Konzerts sehr zufrieden. Die Proberei hat sich also gelohnt.

Mit besonderen Instrumenten wurde das Publikum besonders unterhalten. So ließen es sich Matthias und sein Sohn Tobias es sich nicht nehmen ihre Tuba sowie Tenorhorn gegen ein Alphorn auszutauschen. Musiker ist eben Musiker. Da ist auch ein Instrumentenwechsel kein Problem.

Im Duett spielten dann Tobias Köhler und Michelle Krengel „Von Freund zu Freund“. Eine schmissige Polka, die ebenfalls gefiel.

Der Musikverein bedankt sich bei allen Musikfreunden und freut sich bereits auf das „39. Vorweihnachtliche Konzert“ am 06. Dezember 2025 am Nikolaustag ebenfalls in der Hubertushalle Niederense. 

Das Beste aus 75 Jahren: Musikalische Höhepunkte in St. Bernhard

Es ist ein Jubiläum, das gebührend gefeiert werden muss, denn 75 wird der Musikverein Niederense nur ein Mal. Zeit also, das komplette Repertoire Musikverein aufzufahren. Sehr zur Freude des Publikums.

Niederense – Mit den musikalischen Höhepunkten aus 75 Jahren traf der Musikverein Niederense beim Jubiläumskonzert am Freitagabend genau den Geschmack des Publikums, das in der St. Bernhard Pfarrkirche alle Plätze inklusive weiterer Stühle gefüllt hatte.

Dirigent Jörg Krengel hatte für seine Musikerinnen und Musiker die beliebtesten Werke aus dem umfangreichen Repertoire des Orchesters auflegen lassen und die Zuhörer dankten mit lang anhaltendem Applaus.

Zwischen afrikanischen Rhythmen und Gesangseinlangen: 75 Jahre Musikverein

Nach der sinfonischen Dichtung „Also sprach Zarathustra“ bestimmten zunächst afrikanische Rhythmen das Programm, durch das Jens Brune als Moderator führte, bevor es mit dem Florentiner Marsch weiterging. Anschließend hatte man sich mit der Jugendkapelle verstärkt, die auch Garant dafür sein soll, in Zukunft weitere Jubiläen feiern zu können.

Hierbei übernahm Michelle Krengel bei „Let it go“ das Dirigat. Bei einem der Höhepunkte des Konzerts überzeugten Annika und Alexa Schönfeld mit ihrem Gesangspart bei „Gabriellas Song“. Viel Beifall gab es auch für das Konzertstück „Hindenburg“ und die Interpretation von Simon and Garfunkels „Sound of Silence“.

Erinnerungen an Damals: Erstes Nachkriegsschützenfest

Zu Beginn hatte Vorsitzender Philip Wellie an die Anfänge des Orchesters nach dem zweiten Weltkrieg und die Vereinsgründung 1949 erinnert.

In jenem Jahr konnte man auch schon das erste Nachkriegsschützenfest musikalisch gestalten und diese Tradition bis heute beibehalten. Die musikalischen Wurzeln liegen aber auch in den Auftritten bei kirchlichen Anlässen und aus diesem Grund hatte man die St. Bernhard Pfarrkirche als Konzertraum gewählt.

Für das Jubiläumskonzert hatte der Musikverein auf einen Eintritt verzichtet, dafür eine „Spendentrommel“ aufgestellt. Die Zählung ergab am Ende 2100 Euro, mit denen man die Arbeit der Kinderhilfe Ense und des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Soest unterstützen will.

75 Jahre wird schon musiziert: Eine Reise durch die Zeit

Niederense, 19.-20. April 2024

Es ist schon etwas länger her, als sich der Musikverein Niederense gegründet hat: genau 75 Jahre. Dieses Jubiläum feiern die Musiker mit einer Premiere in der Kirche.

Niederense – Aus einer damals losen Zusammenkunft von Niederenser Musikern ist heute ein stattlicher Musikverein geworden, der rund 70 Mitglieder hat. Ob Tuba, Posaune, Klarinette, Trompete oder Schlagzeug, ob jung oder alt: Im Niederenser Musikverein wird gemeinsam musiziert. Ob nun die Senioren alleine spielen oder die Jugendkapelle unterstützen, spielt dabei absolut keine Rolle. „Bei uns gibt es keine Trennung. Wir sind eine Einheit und treten ausschließlich gemeinsam auf“, stellt Olaf Raffenberg klar und sowohl Philip Wellie als auch Lukas Rademacher nicken, sind sich einig.

75 Jahre ist die Gründung des Vereins nun her. Damals, im Jahr 1949, haben junge Männer um die 20 die Vereinsarbeit gestartet. Ob nun die musikalische Begleitung beim Schützenfest, Ständchen bei runden Geburtstagen, Auftritte bei Musikfesten in Niederense und Höingen oder auch die bis heute anhaltende Tradition, Weihnachtslieder an Heilig Abend in Niederense zu spielen.

Tiefe Freundschaft mit Schützen Berwicke-Stocklarn-Hacheney in Welver

Ab 1955 spielte der Verein, der in dieser Zeit stetig gewachsen war, mit ihren Instrumenten auch bei den Schützen Berwicke-Stocklarn-Hacheney in Welver. „Damals gab es noch keine Autos. Die Leute vom Musikverein sind dort hingefahren worden und haben bei den Schützen in Welver zwei Tage lang ‘gelebt’, bevor sie mit Bussen wieder zurückgefahren wurden. Daraus entstand eine tiefe Freundschaft, die bis heute anhält“, erzählt Wellie, der bereits seit 1996 mit dabei ist.

Formulierungen aus der damaligen Zeit aus archivierten Verträgen lauten beispielsweise, dass an beiden Tagen einwandfreie Marsch- und Tanzmusik zu liefern und mindestens bis zum Ablauf der Polizeistunde zu spielen sei. Bis heute habe sich das nicht geändert, so Wellie.

Weiterer Meilenstein: Fokus auf Jugendarbeit

Ab den 1970er Jahren wurde dann der Fokus vermehrt auf die Jugendarbeit gelegt, schließlich sollte auch die jüngere Generation in den Genuss kommen, ein Instrument zu erlernen und auf der Bühne mit vielen anderen Musikern spielen zu können. In diesem Zeitraum wurde schließlich die Jugendkapelle gegründet, die heute 20 Mitglieder hat. Wellie: „Zwar können wir momentan kein Jugend-Blasorchester stellen, aber damit die jungen Musiker auch erleben, wie es ist, in einem Orchester zu spielen, setzen sich die Mitglieder aus der Seniorengruppe zwischen den Nachwuchs, führen die Neulinge sicher zu deren Auftritten und unterstützen sie auch bei diesen.“